CORONER

metal-Festival 15.-17. Oktober 2021 - Romanshorn / Bodensee


Kunsthandwerker des Thrash Metal

am 16. Oktober in der Werfthalle Romanshorn


CORONER PLAYLIST auf unserem SWISSROCKCRUISE - KANAL

Verspielt und voll roher Kraft, filigran und brutal zugleich, treibende Rhythmen gespickt mit schwindelerregenden Gitarrensoli – das ist Coroner. Thrash Metal? Speed Metal? Technical Death Metal? Die Schweizer Band lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie ist schlicht einzigartig. Auch nach 30 Jahren Bandgeschichte.  Anfang der Achtzigerjahre brodelt es in Zürich. In der beschaulichen Limmatstadt kommt es zu Demonstrationen und Strassenschlachten. Die Jugend will sich Freiräume erkämpfen. In dieser energiegeladenen Atmosphäre entstehen in der kleinen Zürcher Szene von Metal-Liebhabern zwei Bands, die sich aufmachen, die Welt zu erobern: Coroner und Celtic Frost. Sie lechzen nach neuer, frischer, nie dagewesener Musik – und machen sie gleich selbst. Coroner, das sind Tommy Vetterli a.k.a. Tommy T. Baron an der Gitarre, Marky Edelmann a.k.a. Marquis Marky am Schlagzeug und Ron Broder a.k.a. Ron Royce am Bass. Auf dem ersten Demotape «Death Cult» leiht Tom G. Warrior von Celtic Frost noch seine Stimme, bevor Ron den Gesang bei Coroner übernimmt.  «Death Cult» verschafft Coroner einen Plattenvertrag beim deutschen Label Noise Records, zu dieser Zeit die Autorität in Sachen neue, aufregende Metal Bands. Das Resultat sind fünf Studioalben die beweisen, dass Coroner weit mehr sind als eine gewöhnliche Thrash Metal Band: Unpolierter Hochgeschwindigkeits-Metal 1987 auf «R.I.P.», musikalische Komplexität 1988 auf «Punishment for Decadence», technische Reife 1989 auf «No More Color» und 1991 auf «Mental Vortex», und die Weiterentwicklung zu mehr Geradlinigkeit und Drive 1993 auf «Grin». Auf Touren durch Europa und die USA überzeugen Coroner auch mit ihren Live-Qualitäten.  Der Metal von Coroner lebt von komplexen Rhythmen und verschlungenen Melodien auf höchstem spieltechnischem Niveau. Angetrieben von Rons präzisen Bassläufen, die sein Instrument an die Grenze der Leistungsfähigkeit treiben, und Markys Schlagzeugmustern, die immer wieder den geraden Weg des Viervierteltakts verlassen. Darüber schweben Tommys virtuose Gitarrenläufe, messerscharfe Meisterwerke mit neoklassischem Einschlag, die ihm den Ruf eines der besten Metal-Gitarristen überhaupt eingebracht haben.  Doch die Eigenständigkeit der Band ist auch ihre Bürde. Sie bleibt oft unterbewertet, die grossen Massen der Metal Fans wollen sich nicht auf die kunstvolle Komplexität von Coroner einlassen. Es kommt zu Spannungen, der eigene Perfektionismus und neu erwachte musikalische Interessen an anderen Stilen treiben die Band auseinander.  Nach einer letzten Tour 1996 trennen sich Coroner. Es folgt eine Pause von 15 Jahren – aber still wird es nicht. Tommy Vetterli geht zwischenzeitlich mit dem Schweizer Popstar Stephan Eicher auf Tour und wird Bandmitglied der deutschen Metaller Kreator. Marky steigt bei Tom G. Warriors Projekt Apollyon Sun ein und experimentiert mit elektronischer Musik. Ron zieht sich aus der Metal Szene zurück und spielt gelegentlich Bass bei verschiedenen Projekten.   Doch die Fans haben Coroner nie vergessen. 2010 wird der Ruf von Konzertveranstaltern nach Liveauftritten so laut, dass die Zeit reif für eine Reunion scheint. Coroner gehen zurück in den Übungsraum und proben ihre bewährten Songs mit neuer Frische. Es folgt ein Triumphzug durch die grössten Metal Festivals: 30'000 Zuschauer erleben Coroner am Hellfest im französischen Clisson, sie spielen in Wacken in Norddeutschland, am Maryland Death Fest in Baltimore in den U.S.A. sowie am Bloodstock Openair in England und gehen mit 70'000 Tons of Metal auf musikalische Kreuzfahrt. Ganz zu schweigen von ausverkauften
Headliner Shows in Clubs quer durch Europa.
Der Erfolg weckt neue Energien. Nach drei Jahren mit Dutzenden von Reunion Konzerten sind Tommy Vetterli und Ron Broder hungrig,: sie wollen neue Songs schreiben und, 20 Jahre nach «Grin», eine neue Platte aufnehmen. Doch Marky Edelmann zieht nicht mit. Er sieht seine persönliche Geschichte mit Coroner an ein würdiges Ende gekommen. Im Februar 2014 steigt Marky nach einem Abschiedskonzert in Zürich aus. Er wird durch Schlagzeuger Diego Rapachietti, Drummer bei 69 Chambers, abgelöst.   «Autopsy» und ein neues Album – Vermächtnis und Neubeginn   2016 erscheint der erste Coroner Release des 21. Jahrhunderts: «Autopsy» ist ein Geschenkpaket für Fans, vollgepackt mit einem Dokumentarfilm zur Bandgeschichte, Live-Aufnahmen der Reunion-Konzerte, unveröffentlichtem und rarem Archivmaterial sowie einer Best-of-Compilation. Erhältlich entweder als limitierte Sammler-Edition mit 3 Bluray Discs und der Compilation auf Vinyl im handsignierten Gatefold-Cover. Oder als Standardausgabe mit 3 DVDs und einer Compilation CD.  Der 100-minütige Dokumentarfilm «Coroner – Rewind» seziert, ganz im Sinn einer Autopsie, die Bandgeschichte von 1985 bis 2014. Von den Anfängen in der «Heavy Disco» im Zürcher Hinterland über die stilprägenden Jahre bei Noise Records und die Auflösung der Band bis zur Reunion Tour und Marky Edelmanns Abschied. Die Dokumentation lebt von bisher unveröffentlichtem Archivmaterial aus den Achtziger- und Neunzigerjahren - etwa Aufnahmen der Studiosession, bei der Celtic Frost Sänger Tom Warrior das erste Demotape einsingt - von Blicken hinter die Kulissen der Reunion Tour sowie von Interviews mit der Band und Weggefährten, Mitstreitern und Zeitgenossen unter den Musikern: Tom G. Warrior und Martin Ain (Celtic Frost), Mille Petrozza (Kreator), Franz Treichler (Young Gods), Max Cavalera (Sepultura / Soulfly), Chrigel Glanzmann (Eluveitie), Stephan Eicher, Mikael Åkerfeldt (Opeth) oder Chris von Rohr (Krokus).  Allen gemeinsam ist die Bewunderung für die Fähigkeiten von Coroner. Oder wie Mikael Akerfeldt von Opeth es im Film ausdrückt: «Durch Coroner habe ich gelernt, dass harte und schnelle Musik zu spielen nicht heisst, dass man ein beschissener Musiker sein muss. Sie haben mir gezeigt, dass das Kunst auf einem hohen Niveau sein kann.» Für Gitarrist Tommy Vetterli ist «Coroner – Rewind» ein tiefer Blick in die eigenen Erinnerungen: «Das ist wie ein Familienalbum für uns – man erlebt all diese Momente mit ihren Höhen und Tiefen noch einmal.»  Die zweite «Autopsy»-Disc bietet einen Querschnitt durch die Reunion Konzerte von 2011 bis 2014: Liveaufnahmen von 17 Songs, gespielt am Hellfest, dem Maryland Death Fest, Bloodstock Openair und anderen Festivals und Clubs. Ausserdem bietet «Autopsy» Leckerbissen wie die Videoclips zu den Coroner Singles, einen Mitschnitt des legendären «Thrashing East» Konzerts in Ostberlin 1990 sowie Proberaumaufnahmen und einen Einblick in das allererste Coroner Konzert in Zürich.  Und jetzt beginnt die Zukunft: Die neu formierten Coroner mit Drummer Diego Rapachietti haben einen Plattenvertrag bei Sony Music Switzerland unterschrieben und werden in Zusammenarbeit mit Century Media 2017 ein neues Studioalbum veröffentlichen. «Wir sind in den zwanzig Jahren seit unserer Abschiedstournee musikalisch gereift», ist Tommy Vetterli überzeugt, «jetzt wollen wir zeigen, was wir aus dieser Erfahrung schöpfen können, mit neuen Songs und neuer Energie.  Wir wollen es noch einmal wissen.»  Die Autopsie hat gezeigt Coroner sind noch lange nicht tot.



Band-Lineup
Tommy Vetterli - Guitars
Roland Broder - Bass / Vocals
Daniel Stössl - Guitars
Diego Rapacchietti - Drums

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